Was uns zusammenhält

Über die Unordnung der Welt

Mittwoch 14.10.2026 ab 19 Uhr
Lesung / Vortrag
Kepler Salon Extra : extern : Peuerbach
Schloss Peuerbach, Rathausplatz 2, 4722 Peuerbach

Die Welt erscheint selten geordnet, und doch streben Gesellschaften stets nach Ordnung. Zwischen religiösen Weltbildern, wissenschaftlichen Modellen und den algorithmischen Systemen der Gegenwart verändert sich, was wir unter Ordnung verstehen. Johannes Kepler und Georg von Peuerbach stehen für den Übergang von einer vorgegebenen zu einer gestaltbaren Weltordnung.

Im Mittelpunkt des Abends steht Wolfgang Müller-Funks Essay „Was uns zusammenhält. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Er geht davon aus, dass die westlichen Demokratien weniger von außen als von innen gefährdet sind: Sie haben viel von ihrem Gemeinsinn und ihrer Fähigkeit eingebüßt, Konflikte friedlich auszutragen. Autoritäre Bewegungen greifen diesen Verlust auf und beschwören ein Wir, das dem Ich zum Triumph verhelfen soll. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind in sich widersprüchlich und stehen zueinander in Spannung. Demokratie erscheint so als die Kunst, sie immer wieder auszutarieren.

Helmut Ausserwöger
Theologe, Psychotherapeut

Wolfgang Müller-Funk
Kulturwissenschafter, Autor

Kira Saskia Schinko
Strategische Kommunikationsberaterin, Formatentwicklerin

Cornelia Lehner
Gastgeberin

Anmeldung erforderlich unter: communale(at)ooe.gv.at
Begrenzte Teilnehmerzahl!

Buchcover Was uns zusamenhält
Cover: Installation von Sabine Müller-Funk