Die unablässige Empörung

26. Oktober 2018
Der Standard Online

Eine politische Strategie, in der sich die Beteiligten im Dauermodus der Aufregung befinden, ist anstrengend und kontraproduktiv. Überlegungen zu einer neuen Politik der Gefühle.

Wir leben, ließe sich sagen, in einer Periode unablässiger Empörung. Man kann sich, so man möchte, von morgens bis abends empören. Über den amerikanischen Präsidenten, über den Klimawandel, über Kopftücher, über die restriktive Migrationspolitik, über Atomkraftwerke oder vielleicht auch über Windräder, über sexuell unkorrekte Männer, über Hassbotschaften in den sozialen Netzwerken, über den Neoliberalismus, über den Populismus, selbst über Themen wie die Flexibilisierung der Arbeit oder über die Neuorganisation der Sozialversicherungen.

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