Narrative im postimperialen Kontext

Literarische Identitätsbildung als Potential im regionalen Spannungsfeld zwischen Habsburg und Hoher Pforte in Zentral- und Südosteuropa

Matthias Schmidt, Daniela Finzi, Milka Car, Wolfgang Müller-Funk, Marijan Bobinac (Hg.)

264 Seiten
15. Juli 2015
Tübingen
Verlag Francke
ISBN: 9783772085475

Die komplexen kulturellen und literarischen Wechselbeziehungen im zentraleuropäischen Raum vor der Folie des kulturellen Gedächtnisses der Habsburger Monarchie stehen im Zentrum dieses Buches. Unter Rückgriff auf Ansätze aus den Kulturwissenschaften, den Postcolonial Studies sowie der Imperiumsforschung kommt darin ein Verständnis von Literatur zum Ausdruck, das den literarischen Text als eine Verschränkung von symbolischen und sozialen Systemen analysiert. Besonderes Augenmerk gilt dabei Phänomenen der (imaginären) Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen, der Konstruktion, Transformation und Überschneidung von kulturell produzierten Räumen und Identitäten und der konstruierenden Opposition von Zentrum und Peripherie. Auch imagologische, an den Prozess des „nation building“ angelehnte Fragestellungen werden berührt.

 

Autor*innen:

Andrea Seidler, Anna Babka, Davor Dukic, Boris Previsic Mongelli, Jelena Spreicer, Erika Erlinghagen, Vahidin Preljevic, Emilija Mancic, Christine Magerski