Ziel der FLK ist die Erschließung und neue Kontextualisierung des Werkes des ungarischen Philosophen György Lukács und seines intellektuellen Umfeldes in Ungarn, Österreich, Deutschland und in Europa.
Lukács kann heute als eine exemplarische Figur des kurzen 20. Jahrhunderts (Hobsbawm) und der vergangenen Zukunft des ‚realen Sozialismus‘, aber auch als eine starke Stimme jener ungarischen Intellektuellen gelesen und verstanden werden, die man in Analogie zur Wiener Moderne als Budapester Moderne bezeichnen kann, deren bekanntesten ‚Medien‘ der Budapester Sonntagskreis sowie Zeitschriften wie Nyugat, Huszadik Század und Szabadgondolat gewesen sind. Kulturwissenschaftlich relevant sind aber auch das Phänomen der Migration, die stets eine doppelte ist, eine der Menschen und eine der Ideen und Werke.